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07.01.2012 Programm Februar / März

Eine Karte kostet in der Regel 10 €, ermäßigt 5 €.

Freie Platzwahl.

Bitte holen Sie die reservierten Karten bis eine Viertelstunde vor Beginn der Vorstellung an der Theaterkasse ab!

Unser Archiv (Schaltfläche oben ganz rechts) ist nun übersichtlich gestaltet und Sie können gezielt nach Jahren und Monaten suchen. Noch hat das Archiv einige Lücken, die wir bald schließen werden.

Südtiroler Städtetheater

Carambolage (Bozen)  http://www.carambolage.org

Förderer sind

  • Abteilung Deutsche Kultur der Südtiroler Landesregierung, Amt für Kultur
  • Gemeinde Meran, Kulturreferat

von Felicia Zeller

mit Patrizia Pfeifer, Sabine Ladurner und Johanna Porcheddu

Regie: Eva Niedermeiser

Premiere 6. März 2012

Sigi Finkel & Mamadou Diabatè - Musikabend

22. März 2012

Komödie
Premiere Anfang Mai

Buchvorstellung mit szenischer Lesung.

23. März 2012

von Johann N. Nestroy
eine Bearbeitung von der Klasse 5D und gespielt von den SchülerInnen des
Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums Meran

Ab 28. März

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Das Theater

Städteproduktionen

1986 inszenierte der aus Meran stammende Regisseur Rudolf Ladurner mit großem Erfolg „Die wahre Geschichte des Ah Q" von Christoph Hein im Innenhof von Schloss Maretsch und gab damit den Auftakt für die "Städtekoproduktionen Meran und Bozen".
Diese produzierten jedes Jahr ein Stück unter der Regie von Rudolf Ladurner und brachten es in den großen Theatern der beiden Städte zur Aufführung. Eine der herausragendensten Produktionen damals war „Der nackte Wahnsinn" von Michael Frayn.

 
Theaterwerkstatt im Pfarrsaal

Die Proben fanden im „St.-Nikolaus-Pfarrsaal" in Meran statt und auch der Aufbau der Bühnenausstattung erfolgte größtenteils dort. Der kaum genutzte Saal wurde zusehends zu einer Theaterwerkstatt und man kam bald auf die Idee, den „St.-Nikolaus-Pfarrsaal" als ständige Spielstätte einzurichten.

Die Umsetzung sollte gemeinsam mit dem dort beheimateten „Theater in der Klemme", das 1977 aus der „Volksbühne Meran" herausgewachsen war, erfolgen. Einer seiner Begründer war Franco Marini, Schauspieler, Autor von Liedern und Stücken und Regisseur. Das „Theater in der Klemme" bildete die Basis für die Theaterarbeit Ladurners und des späteren „Theater in der Altstadt". Alles, was es für die Theaterarbeit brauchte war vorhanden: Schauspieler, Infrastruktur und ein interessiertes Publikum.

 
"Theater in der Altstadt" wird eröffnet

Im Februar 1988 wurde der Trägerverein „ZeitTheater" gegründet und mit dem Aufbau und der Führung eines Kleintheaters in Meran betraut. Der Verein mietete den „St.-Nikolaus-Saal" und begann ihn mit Hilfe öffentlicher Unterstützung als Theaterraum zu adaptieren. Der Zuschauerraum wurde verkleinert und die Vorbühne durch ein Bühnenportal abgegrenzt, um eine größere Bühnentiefe zu erreichen. Weiters wurde eine professionelle Beleuchtung eingerichtet, das Foyer gestaltet a.ä.m. Es entwickelte sich eine rege Theater- und Kulturtätigkeit.
Am 20.11.1990 wurde das „Theater in der Altstadt", wie die Spielstätte von nun an genannt wurde, mit Büchners „Leonce und Lena" eröffnet.
1991 verzeichnete das „Theater in der Altstadt" 63 Aufführungen und 4.760 Besucher. 1992 stieg die Anzahl der Aufführungen auf 70 und die der Besucher auf 6.360.

 
Kaum begonnen, schon verronnen?

1992 wollte der Meraner Kirchengemeinderat den „St.-Nikolaus-Pfarrsaal" wieder stärker für religiöse Belange nutzen. Daher sollte der Mietvertrag mit dem „ZeitTheater" in der bisherigen Form nicht mehr verlängert werden. Theater war zwar noch vorgesehen, aber nur mehr als eines von vielen Angeboten in einem Mehrzwecksaal und unter Einhaltung strenger Auflagen.

Unter diesen Bedingungen schien eine Fortsetzung der Arbeit nicht sinnvoll. Das Ende des Traumes von einem eigenen Theater war gekommen und Theaterleiter Rudolf Ladurner lud am 29. November 1992 zur "Abschiedsgala". An die 20 Bühnenkünstler ließen vor einem vollbesetzten Saal die allzu kurze Geschichte des „Theater in der Altstadt" in kleinen Szenen und Liedern Revue passieren.

Die Kunde vom Ende des „Theater in der Altstadt" hatte eine Reihe von Reaktionen zur Folge, die sich unter dem Motto „Das „Theater in der Altstadt" darf nicht sterben" zusammenfassen lassen. Bürgerinitiativen, offene Briefe und eine gute Presse erwiesen sich als starker Motor für die Suche nach einer neuen Spielstätte.

 
Es geht weiter

Gespräche mit Politikern und Vertretern der Kurverwaltung ergaben, dass ein Weiterbestehen des „Theater in der Altstadt" durchaus erwünscht war und so dauerte es auch nicht lange, bis die Idee aufkam, den ehemaligen Heizraum im Kurhaus zu verwenden. Diesen hatte man bei der Renovierung 1988 als Theaterraum konzipiert, dann aber nicht fertiggestellt. Rudolf Ladurner konnte sich durchaus vorstellen, nach einigen Adaptierungen darin zu arbeiten. Das neue Theater verfügte zwar über keine Guckkastenbühne, sondern über einen offenen, amphitheaterartigen Zuschauerraum, der nur 120 Personen Platz bot (gegenüber 300 im alten Saal), aber dafür gab es gute Sichtverhältnisse auf den stufenförmig ansteigenden Sitzflächen, eine Kellertheater-Atmosphäre und die verlockende Aussicht, alleiniger Hausherr zu sein. Landesregierung und Landessparkasse versprachen, finanzielle Mittel für die notwendige Fertigstellung des Raumes bereitzustellen.

Die Tageszeitung DOLOMITEN schrieb am 24.12.92 in ihrer Weihnachtsausgabe: „Theater in der Altstadt ist gerettet".
Der Redakteur resümierte: „Wenn für das „Theater in der Altstadt" jetzt eine Lösung gefunden wurde, so ist dies nicht zuletzt dem massiven Druck einer breiten Bevölkerungsschicht zu verdanken, die nicht müde wurde, an die Politiker zu appellieren".

 
Neues "Theater in Altstadt" im Kurhaus

Mit der Uraufführung des Stückes „Das Ende der Zeiten" von Hanspeter Demetz wurde am 4. Mai. 1993 das neue Theater mit viel Prominenz eröffnet. Obwohl nun im Kurhaus an der Freiheitsstraße und somit am Rande der Altstadt beheimatet, behielt das „Theater in der Altstadt" seinen Namen bei, um die Kontinuität der Theaterarbeit zu betonen. Das Publikum akzeptierte die neue Spielstätte sofort und sah sie geradezu als Bereicherung. Im Jahre 1993 zählte das „Theater in der Altstadt" bereits 9.300 Besuche und bot 30 Produktionen mit 84 Aufführungen.

Im Februar und März 1996 fand während einer intensiven Aufführungsperiode eine Besucherbefragung statt. Die Untersuchung, die in einer Diplomarbeit ausgewertet wurde, ergab, dass das Konzept des Theaters im allgemeinen große Wertschätzung erfährt und sich die Besucher mit dem „Theater in der Altstadt" stark identifizieren. Die Ergebnisse waren auch Anlass für gezielte Marketing-Überlegungen.

 
Studiobühne und anderes mehr

Parallel zum Ausbau des Programmes wurde auch die technische Ausstattung des Theaters ständig verbessert. So wurde ein Schrägaufzug für Rollstuhlfahrer eingerichtet, die technische Ausstattung ergänzt und verbessert, Platz für den Fundus gefunden, ein Garderobenraum eingerichtet und demnächst wird das Büro vom Keller in einen Geschäftsraum auf Straßenniveau verlegt.

1998 wurde zusätzlich zum Hauptzuschauerraum eine kleine Studiobühne für ca. 60 Zuschauer eingerichtet. Auf dieser finden kleinere Produktionen oder Kleinveranstaltungen wie Lesungen u.ä. statt. So können auch zwei Stücke parallel aufgeführt werden, ohne die Bühne umbauen zu müssen.

 
Der Erfolg in Zahlen

Das „Theater in der Altstadt" erfreut sich auch 2000, dem 10. Jahr seines Bestehens unverminderten Zuspruchs. Im Durchschnitt besuchten in den letzten Jahren etwas über 10.000 Zuschauer pro Jahr rund 100 Aufführungen. Das sind 100.000 Besuche und 1.000 Veranstaltungen in 10 Jahren, auf die Theaterleiter Rudolf Ladurner zurückblicken kann. In diesem Zeitraum kamen 57 Eigenproduktionen heraus.

Das „Theater in der Altstadt" ist fester Bestandteil des Meraner Kulturlebens und wichtiger Bezugspunkt für Regisseure, Schauspieler, Musiker, Kritiker und theaterbegeisterte Besucher.

 
Die Jahre zwischen 2001 und 2010
Plakatmotive als Sammelplakat "20 Jahre TidA"

Kontinuität und sanfter Ausbau.

All die Jahre über konnte kontinuierlich ein vielfältiges Programm angeboten werden. Keine Aufführung ist ausgefallen, sei es wegen Krankheit oder anderer Ursachen.

Im Durchschnitt hatte das Theater jährlich ca. 12.000 Besucher bei ca. 135 Aufführungen, davon ca. 9 Eigenproduktionen (Stücke, welche im Theater in der Altstadt Premiere hatten). Unsere Statistik, welche wir seit 1993 führen, zeigt 2.273 Aufführungen mit 217.053 Besuchern an (zum 31.12.10).

Es hat sich eingebürgert, dass das Theater im späteren Frühjahr ganz im Zeichen des Jugend- und Kindertheaters steht.Seit 10 Jahren gibt es auch eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem "Pädagogischen Gymnasium Josef Ferrari" Meran beim Jugendtheater.

Seit 1996 bereits existiert die Frauentheatergruppe "Phenomeana", neben dem "Theater in der-Klemme" die zweite Gruppe, welche im "Theater in der Altstadt" mit ihren Produktionen bereichert.

Hier sei an einige Aufführungen erinnert. Die gesamte Chronik finden Sie in der Rubrik "Archiv".

"Die Piefkesaga - ein Tourismusmusical (nach der gleichnamigen Fernsehserie von Felix Mitterer, Regie: Franco Marini (2007)
"Ich, Faust" nach J.W. von Goethe, Bühnenfassung von Klemens Renoldner, Regie: Rudolf Ladurner (2008)
"Ein seltsames Paar" - eine Komödie von Neil Simon, Regie: Rudolf Ladurner (2009). Dieses Stück hatte die meisten Besucher, in 19 Aufführungen waren es 2.789.
Auf die meisten Wiederaufführungen - nämlich vier - kam übrigens das volkstümliche Kabarett "Leo und Luis - di zwoa luschtign drei Spitzbuam" mit Lukas Lobis und Thomas Hochkofler in den Jahren 2005 und 2006. Mit 3,871 Besuchen war es auch der bisher größt Publikumserfolg.

Es gab auch einige Urauffühungen, wie zum Beispiel:
"Mannsteufel" von Sepp Mall, Regie: Torsten Schilling (2001)
"Ex" von Selma Mahlknecht, Regie: Monika Steil (2004)
"Der Chauffeur" von Heinrich Schwazer, Regie: Torsten Schilling (2007) und
"Trudis & Rudis Wohlfühloase" von Horst Saller, einem der Preisträger des Autorenwettbewerbs des Südtiroler Theaterverbandes zum Gedenkjahr. Regie: Rudolf Ladurner (2009).

Peter Karlhuber (Ausstellungs-Gestalter und Künstler aus Wien) gestaltet seit Anbeginn viele Plakate des "Theaters in der Altstadt". Sie haben einen eigenen Charakter und sind unverwechselbar. Anlässlich des 20. Jahrestages ist das Sammel-Plakat mit all den Plakatmotiven der letzten Jahre entstanden (siehe Bild).

Seit 2001 gibt es die WEB-Site www.tida.it. Sie hat bestens funktioniert und ist praktisch nie ausgefallen. Nichtsdestotrotz ist die technische Entwicklung weitergegangen und anlässlich des 20-Jahr-Jubiläums starten wir einen neuen Internetauftritt, der es dem Besucher noch leichter machen soll, interessante Programmpunkte zu finden und unkompliziert Karten zu reservieren.

2007: "Der Chauffeur"
2009: "Ein seltsames Paar" (Foto: A. Marini)
2001: "Der Mannsteufel" (von Sepp Mall)
2008: "Ich, Faust" nach J.W. von Goethe
2005: "Leo und Luis - di zwoa luschtign drei Spitzbuam"
Die erste WEB-Site (2001-2010)
 
Gemeinsam sind wir stärker

Seit 1996 sucht das „Theater in der Altstadt" vermehrt die Zusammenarbeit mit anderen „Städtetheatern" wie dem „Stadttheater Bruneck" oder der „Carambolage" in Bozen. Weiters gibt es eine Kooperation mit dem „Tiroler Landestheater".
Mit der Firma "Dr. Schär" wurde auch ein Hauptsponsor gefunden.